Petras Bücher-Apotheke auf der FBM 2018

Donnerstag, 11.10.2018

Aus dem Hunsrück nach Georgien in knapp zwei Stunden, staufrei und entspannt, das geht? Aber ja, nicht nur wer gelernt hat durch und in Büchern oder auf einem Hexenbesen zu reisen konnte das in diesem Jahr hinkriegen, denn der Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse hieß in diesem Jahr Georgien. Herzlich willkommen und auf geht’s zu meinem diesjährigen Messerundgang.

Zugegeben, georgische Autoren hatte ich bislang so gar nicht auf meinem Radar und den jüngst erst beendeten Roman, der in Tiflis geborenen Autorin Nino Haratischwili, “Die Katze und der General” hatte mich echt Nerven gekostet. Aber neugierig war ich dann doch, vor allem nach den ersten Fotos, die sich von der georgischen Messehalle in dieser Woche schon durch die Social Media Kanäle verbreitet hatten.

Hier wird bereits in aller Frühe interviewt und es gibt “Bittere Bonbons”, georgische Geschichten von und mit den Autorinnen Iunona Guruli und Nana Ekvtimishvili. Vor der Halle ist eine Auswahl an übersetzten Romanen und Sachbüchern aufgebaut, ich werde dann wohl doch noch einen Versuch wagen mit Davit Gabunias “Farben der Nacht” und lesetechnisch nach der Messe mal nach Tiflis aufbrechen. Mit ihrem Stand haben sich die Georgier wirklich Mühe gemacht, besonders diese abgedunkelte Atmosphäre hat es mir angetan, wir bummeln herum zwischen Lichtinstallationen, aufgerollten Buchseiten, setzen uns, hören zu, lassen wirken.

Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass ich nicht alleine unterwegs bin? Mein Mann Andreas und Mit-Autor in der Bücher-Apotheke darf bei dieser Expedition durch den Bücher-Dschungel natürlich nicht fehlen und er hat mich wunderbar her chauffiert, da konnte ich in der FBM 2018 App auf dem Weg hierher schon mal stöbern. Kein Streß und keine Hektik – das ist alles was ich mir vorgenommen habe. Vielleicht mehr Zeit für Interviews und mal sehen wer uns so über den Weg läuft – so der Plan Wir schlendern von Georgien weiter zum ARD Forum und stolpern förmlich über die frisch gebackene Gewinnerin des Dt. Buchpreises 2018 Inger Maria Mahlke. Mit Ihrem Roman Archipel, den ich noch nicht gelesen habe, hat sie die Konkurrenz aus dem Rennen geschlagen und sie betont, auf die Frage hin, welchem Genre sie ihren Roman selbst zuordnen würde, erfrischend mit “keinem”. Immer diese Schubladen-Fragen! 

Wenig später, im Anschluß an Frau Mahlke erleben wir Denis Scheck mit einem “Best-Off” aus seiner Sendung Druckfrisch live. Ich bin gespannt, ob er seine Tonne dabei hat. Spaß beiseite, hat er nicht, aber er hält wie gewohnt auch diesmal nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg wenn ihn ein Roman enttäuscht hat. Diesmal trifft es u.a. Nino Haratischwilis “Die Katze und der General” – den er für misslungen hält und ich teile seine Meinung da leider uneingeschränkt. Keiner der georgischen Autoren, die er gelesen habe, hätte ihn überzeugen können – Au weia und das dem Ehrengast! Aber so kennen wir ihn halt, den guten Herrn Scheck. Mit Frau Mahlkes Sieg kann er mitgehen, er bezeichnet ihn als intellektuellen Heimatroman – Ah Ha! Querbeet zitiert er aus Donald Trumps und Olvier Kahns Werken, die er zu den modernen “Gauklern” der Spiegel-Bestenliste zählt und hält die Fahne der Lyrik hoch. Will nach eigener Aussage nicht belehren, nur Tipps geben, damit wir Leser unsere eigene literarische Intelligenz ausbilden können. Oh Ha!

Aktuelle Buch-Tipps hat er dann, na klar, auch auf Lager, als da u. a. wären:

  • Dörte Hansen – Mittagsstunde
  • Karen Duve – Frl. Nettes kurzer Sommer
  • Stephan Thome – Gott der Barbaren
  • Maxim Biller – Sechs Koffer
  • Michael Oondatje – Kriegsleuchten
  • Christian Feierabend – Garten ist Krieg

Da sind doch einige für mich dabei und ich schreibe schnell mit. Etwas später werden wir Denis Scheck noch einmal wieder treffen, als Interview Partner von Stephan Thome – geduldet Euch noch ein bisschen, ich muss bei dem herrlichen Wetter jetzt erst einmal an die frische Luft. Andreas hat schon wieder Hunger und wir mampfen Burger und Pommes bei strahlendem Sonnenschein. Es ist tatsächlich schon Mittagszeit. Richtig chillig ist das hier rund um den neuen Frankfurt Pavillon und das Agora Lesezelt, in dem sich gemütlich Tee schlürfen läßt, während sich die Autoren den Wolf lesen. Man kann es halt gut haben als Messebummler – gell! Wir sitzen mit einem ???-Fan in der Sonne und plaudern.

Zum Interview mit Stephan Thome zieht es uns dann wieder nach innen ins ARD Forum. Die Bühne ist noch besetzt, dort plaudert Anna Simons über “Verborgen” ihre neue Krimi-Reihe und über ihre Freundschaft mit Nele Neuhaus. Wieder eine Autorin von der ich noch nichts gehört habe, ich notiere …

Nach kurzem Umbau, irgendwie niedlich wie flux die Bücher auf dem Tischchen getauscht werden und schon steht die neue Deko, folgen Denis Scheck und Stephan Thome. Scheck ist extrem aufgeräumt und offensichtlich begeistert von Thomes “Gott der Barbaren”. Eine glatte 10,0 gibt er ihm, nachdem er gefrotzelt hat, wie es sich wophl anfühlt als Autor das dritte Mal in Folge auf der Shortlist des Dt. Buchpreises zu stehen und wieder leer auszugehen. Thome verlangt sich augenzwinkernd ein Taschentuch, spricht offen über seine Enttäuschung, die er auf einer Skala so bei 5,3 einordnet, die er aber offenbar sehr sportlich überwunden hat. Das Versprechen starker Bilder lockt mich irgendwie magisch in diesen Roman, der schon vor der Messe auf meinem Merkzettel stand. Der sympatische Autor, der verrät, dass er 1995 als Student in Nanking in einem Jahr 200 Briefe an seine Freundin geschrieben hat und deshalb seinen Figuren gut nachempfinden konnte, wie es ist etwas länger auf Antwort aus der Heimat warten zu müssen, hat mich sofort für sich eingenommen. Über seine Recherchen wird er befragt und er gesteht, dass bei Hillary Mantel danach gesucht hat, wie es ihm gelingen kann die richtige Sprache für seinen historischen Roman zu finden. Ich lerne, dass das Wort “Barbar” eigentlich dem Sinn nach gänzlich ohne Wertung nur bedeutet habe “spricht unsere Sprache nicht”. Erstaunlich was wir heute damit verbinden oder?

Schnell sind wir im neuen Frankfurt Pavillon noch durch den Vorhang geschlüpft. Die Veranstaltung des künftigen Ehresgastes Norwegen 2019 hat schon begonnen. Es ist proppenvoll hier, in dem hellen, lichten ballonartigen Bau. Sehr schön!

Ja, wer sitzt denn da auf jetzt auf dem Blauen Sofa? Das ist doch Jonas Jonasson! Er ist mit seinem Hundertjährigen zurück gekommen um die Welt zu retten. Sein erster Roman hat mir wirklich Spaß gemacht und den hier werde ich mir auch vornehmen. Auch wenn ich eigentlich immer etwas Angst vor Fortsetzungen habe, so manche hat mir gar nicht mehr gefallen. Mit Erstaunen höre ich, dass Jonasson kurzerhand die ersten zweihundert Seiten seines neuen Romans nochmal neu geschrieben hat, weil ihn die weitere Handlung ganz woanders hingeführt hat. Na, das ist ja mal was!

Ziellos sind wir eigentlich nicht weiter gelaufen und doch sind wir nach Besuchen bei Ullstein, Diogenes, Fischer und Rowohlt an einem Ziel angekommen, dass nach weiteren eingesammelten Buchtipps gar nicht geplant war …

Hier wird gebrutzelt und feiner Stoff im Glas geschwenkt? Sektkorken knallen und Weingläser klirren. Wunderschöne Messestände die wie kleine Lokale wirken laden zum Verweilen ein. Ja ist das hier noch die Buchmesse? Wir fühlen uns, als wären wir durch die Rückwand eines Kleiderschranks in einer anderen Welt gelandet. Stehen plötzlich inmitten junger Leute mit einem Weinglas in der Hand und machen eine Verkostung deutscher Jungwinzer mit. Ein paar Stände weiter landen wir bei einem Start Up Unternehmen, dass wie wir erfahren, gerade mal acht Wochen am Start ist und georgischen Wein importiert. Das Gastland zieht hier wirklich alle Register. Bei KARTLI kommen  Weine ins Glas, die sich wirklich sehen, Pardon schmecken lassen können.

Als Kind einer Weinregion, die für Ihre Rieslinge bekannt ist, reibe ich mir die Augen bei diesem Weißwein der beinahe aussieht wie ein Rose und den ich, hätte ich ihn blind verkostet für einen Rotwein gehalten hätte. Sechs Monate im Barrique gereift als Weißwein und der schmeckt mir auch noch? Die Flasche muss mit. Wir lassen uns erklären wie der Wein in georgische Keller kommt. Traditionell übernehmen hier im Erdreich eingelassene Ton-Amphoren den Job, den bei unseren Winzern Stahltanks erfüllen. Typisch für Georgien sei diese Methode und verantwortlich für den Charakter dieser Weine. Beschwingt und vielleicht auch ein bisschen beschwipst treten wir den Rückweg an. Mit Georgien haben wir diesen Messetag begonnen, mit Georgien beenden wir ihn, als hätten wir es geplant.

Bis morgen Frankfurt, jetzt geht es in’s Hotel und dann in die Sauna zum Auftanken.

Freitag, 12.10.2018

Nach einem hibbeligen Frühstück im Hotel, mit einer sich lautstark austauschenden chinesischen Reisegruppe sind wir heute früh gestartet und “just in time” sozusagen vor der Bühne des Blauen Sofas beim ZDF in Halle 3.1 gelandet. Eigentlich war ich mir sicher, dass sich der gute Parkplatz von gestern heute nicht mehr wiederholen ließe, aber nicht nur der Wettergott ist uns wohlgesonnen, auch ein dienstbarer Geist weist uns wieder im Parkhaus auf Abschnitt A ein und wir sind so wie gestern nah am Messe-Shuttle, dass wir ihm auf’s Dach spucken können. Ich freue mich, die so gesparten Meter auf dem Gelände investieren zu können.

Das geht ja gut los! Ich ergattere auch noch einen Spitzenplatz und der Autor, der das Sofa noch besetzt hält ist schon hellwach und begeistert Andreas, da hat dieser noch nicht seinen Popo auf dem Sitzwürfel platziert. Slavoj Zizek heißt er und sein Roman “Lenin heute”. Enorm leidenschaftlich vertritt er seinen Standpunkt, heftig gestikulierend präsentiert er seine Thesen. Er wirkt wie das Kontrastprogramm zu der Autorin, die nach ihm auf dem Sofa Platz nimmt und wegen der ich eigentlich eilenden Schrittes heute früh gleich hergekommen bin.

Dörte Hansen. Seit dem “Alten Land” bin ich ihr Fan. “Mittagsstunde” heißt ihr soeben erst erschienener Roman, auf den ich mega gespannt bin. Drei Jahre liegen zwischen dem unglaublichen Erfolg von “Altes Land” und der Veröffentlichung von “Mittagsstunde”, der zweite Roman ist es erst für Dörte Hansen und sie spricht darüber, dass sie sich wie ein Drachentöter gefühlt hat, die Selbstzweifel während des Schreibens auf der Schulter, dass sie sich beim Schreiben die Welt erkläre, so als wüsste sie Bescheid. Wunderbar geerdet, super sympatisch und entspannt wirkt sie, während sie so über das WIE sie schreibt, über ihre preußischen Bürozeiten, über ihre Leidenschaft für lange, einsame Spaziergänge in der freigeräumten nordfriesischen Landschaft plaudert.

Über das Vitamin “N” wie Natur, dass ihr Motor und Antrieb ist. Das sie alle Ideen auf Zetteln sammelt, die nicht weg dürfen, gleich ob es sich dabei um einen bekritzelten Kassenbon oder den Abholzettel aus der Reinigung handelt. Alle Notiz-Zettel kommen in eine Schachtel und werden immer wieder durchgeschaut ob etwas dabei ist was sie anspringt. Das sie für ihr zweites Buch einen neuen Erzählton finden wollte, dass sie jetzt erst in diesem Beruf angekommen ist und jeden Tag dankbar dafür vom Schreiben leben zu können. Wie erleichternd es für sie war zu erkennen, dass Ideen eine nachwachsende Ressource sind. Ich bin hin und weg sag ich euch. Diese Frau hat es für mich echt drauf. Etwas versetzt in der zweiten Reihe mit freier Sicht auf sie, darf ich ihren Blick und ihr Lächeln auffangen. Leute, ich fühle mich wie ein Groupie! Das ist wie ein Ritterschlag. Als Hörbuch habe ich mir “Mittagsstunde” schon gegönnt – es wird gelesen von der fabelhaften Hannelore Hoger. Nach der Messe werde ich damit sofort beginnen, aber sofort! Keine Minute länger halte ich das Warten darauf jetzt noch aus.

Nachdem eine Schar von Fotografen Dörte Hansen “abgeschossen” hat, ich schaue diesem Blitzlichtgewitter amüsiert zu. Bleiben wir noch etwas sitzen – zum Glück. Der nächste Autor für den jetzt die Kulissen geschoben werden ist Adolf Muschg mit seinem Roman “Rückkehr nach Fukushima”. Schon nach der Einführung durch die Moderatorin habe ich Blut geleckt, noch ein Buch für den Merkzettel – das reißt hier nicht ab.

Wir ziehen weiter, wieder ein Stockwerk nach unten in die Haupthalle 3. Der Gang vor dem Stand des Spiegel ist komplett verstopft, man merkt schon von weitem hier passiert gleich was, auf das viele gewartet haben und dann kommt sie auch. Die Erfolgsautorin Juli Zeh, ich quetsche mich in die Ecke, bin auch hier ganz dicht dran. Im Gespräch mit dem Spiegel-Autor und Moderator des literarischen Quartetts Volker Weidermann, stellt sie ihren aktuellen Roman “Neujahr” vor. Noch eine tolle Frau und Autorin. Vor der Buchmesse hatte ich diese ihre Geschichte beendet und es hat mich sehr beeindruckt, wie nah sie ihren Figuren beim Schreiben gekommen ist. Meine Rezi folgt nach diesem Messebericht – daher hier an dieser Stelle nicht zuviel dazu. Eines möchte ich aber doch noch sagen. Als sie erzählt, dass der Teil im Roman mit den beiden zurückgelassenen Kindern die Kernidee war um die herum alles weitere entstand bin ich baff. Sie habe sie in einem Rutsch geschrieben, weil sie selbst von dieser Szenerie so angefasst worden sei. Ich glaube ihr jedes Wort!

Unverkrampft und engagiert, sich mit dem Moderator duzend, berichtet sie von ihrem Eintritt in die SPD im letzten Jahr und das sie nicht nur das “Postergirl” der Partei sein will, sondern etwas bewegen möchte. Das nehme ich ihr auch ab, was für eine echte Person! Hut ab, dafür.

Wir setzen unser Stöbern fort, begegnen an den Ständen der Verlage und in den Gängen wie selbstverständlich und ohne Star-Allüren u.a. Markus Heitz, Sebastian Fitzek, Frank Goldammer, Dora Heldt, Jussi Adler Olsen, Klaus-Peter Wolff, Karen Duve und Burghardt Klaussner. Zig andere, die ich nicht erkenne sind wahrscheinlich auch an mir langs gehuscht. Das ist so cool …

Toll gestaltete Messe-Stände, immer wieder nehme ich einen Titel in die Hand und schmökere. Mache mir Notizen, damit ich keinen Titel vergesse. Lange schon ist klar, meine Lebenszeit wird nicht mehr ausreichen das alles zu lesen, aber wisst Ihr was? So what! Ich bin im siebten Himmel!

Auf dem Weg an die frische Luft, ich habe Kaffeedurst, nehmen wir noch ein Interview mit. Chris Kraus liest am Stand der Süddeutschen Zeitung aus seinem neuen Roman “Sommerfrauen, Winterfrauen” – den notiere ich mir auch. Hab ich schon erwähnt, dass ich seine Frisur Klasse finde?

Bis zu meinem Kaffee komme ich erst gar nicht, denn mir läuft ein orange bemütztes Mainzelmännchen über den Weg und es nimmt mich in den Arm! Ich fühle mich geschrumpft, als wäre ich wieder zwölf und jetzt wirklich wie ein Kind im Spielzeugland.

Ich komme hier einfach nicht zur Ruhe. Spontan verliebt habe ich mich in den Bücher-Bus LiteraTour von Servus TV. Der parkt hier auf dem Freigelände. Was meint Ihr? Würde der nicht wunderbar zu meiner Bücher-Apotheke passen? Ich könnte es mir super vorstellen mit ihm über Land zu fahren um die schönsten Geschichten zu verteilen. Schreiben könnte ich auch unterwegs, allerdings analog, eine etwas klapprige Schreibmaschine findet Platz auf der hinteren Ablage.

Das Herz ganz leicht, den ganzen Nachmittag über kriege ich das Grinsen nicht wieder vom Gesicht, und als hätte ich Flügelchen starte ich nach einer Pause in der Sonne, zum Rest unseres Rundgangs am heutigen Tag. Wir wollen noch in Halle 4, einem meiner Lieblingsverlage Dumont einen Besuch abstatten. Auf die neuen Mare Titel noch einen Blick werfen, Suhrkamp und die Büchergilde (ist der Stand schön!) und die unabhängigen Verlage dort noch unter die Lupe nehmen.

Hier findet man auch die österreichischen Verlage und die Nomminierten für den Österreichischen Buchpreis. Heinrich Steinfests “Die Büglerin” habe ich tatsächlich schon gelesen, der neue Gerhard Jäger und auch Arno Geigers “Unter der Drachenwand” finden sich auf der Liste. Der Kein und Aber Verlag hat vielleicht herrliche Puschel-Lampen an der Decke montiert und wo wir schon bei Lampen sind – der für mich wieder schönste Messestand, an dem ich auf dem Rückweg noch einmal anhalte ist der von Coppenrath Spiegelburg.

Das Lesen ist schön – nicht das wir das nicht schon vorher wussten! Die Bücher-Herzen fliegen hoch – hier sind sie aus weißem Schaum. Keine Termine, kein Erwartungsdruck – einfach nur genießen war geplant und hat geklappt. Mein Arm wird länger, so viele Verlagsprogramme habe ich mitgenommen und als hätte ich nicht schon genug tolle Autoren in den letzten beiden Tagen ausgemacht, stoße ich noch auf Maja Lunde am btb-Stand.

Soviel Fotos kann man doch nicht machen?! Rund zweihundert Schnappschüsse sind es geworden.

Danke Frankfurt! Danke Ihr lieben Büchermenschen für zwei spannende, herrlich selbstbestimmte Tage. Für reichlich Inspiration, für Einblicke in die Köpfe von Autoren, die mir sonst verwehrt geblieben wären, für eine tolle Organisation, für echte Glücksmomente. Mit weiteren Verlagen bin ich ins Gespräch gekommen, jetzt freue ich mich auf bewegende Titel aus ihren Programmen. Bin dankbar für die Wertschätzung, die man mir und meiner kleinen Schreibwerkstatt entgegen gebracht hat. Und wenn ich auch auf Deinen Außen-Rolltreppen mit meiner Höhenangst kämpfen musste, die Umarmung Deines Mainzelmännchen hat alles wieder wett gemacht!

Wenn ich jetzt beim Schreiben die Vielzahl an Eindrücken rekapituliere, fühle ich mich als wäre ich monatelang unterwegs gewesen. Mitzuerleben wie Fernsehen gemacht wird, das es tatsächlich hinter dem Kameramann noch einen Kabelträger gibt. So nah dran zu sein, dass man durch den Sucher der Kamera mit durchschauen kann – mega!

Wieder zu Hause sind die wunden Füße schnell vergessen und ich freue mich auf’s nächste Jahr, will dann gerne mit dem Ehrengast Norwegen ein Lesefest feiern. Also dann – reichlich Lesestoff habe ich ja bis dahin! Die Zeit wird nur so verfliegen …

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2 Kommentare

  1. Petra
    20. Oktober 2018

    Vielen lieben Dank, Dorothee! Schön das Du (nachträglich) mit uns unterwegs warst! LG von Petra

  2. Dorothee
    20. Oktober 2018

    Danke für diese emotionalen Eindrücke von Dir!
    Ich LIEBE Deine Texte!!!

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